Psychotherapie
In der therapeutischen Gesprächssituation werden die Symptome und die Hintergründe des psychischen Leidens herausgestellt, um sie dann mit Hilfe einer geeigneten Therapiemethode zu verarbeiten bzw. positiv zu verändern. Unerwünschte Verhaltensweisen, Emotionen oder Denkmuster, die  Beziehungen oder die Persönlichkeit negativ prägen, können so überwunden und durch lebensdienlichere ersetzt werden.

Die Wahl der Therapiemethode hängt dabei maßgeblich von der Art des Leidens und von der Bereitschaft des Klienten ab.

 

Psychoanalyse: Die Psychoanalyse geht davon aus, dass unbewusste Inhalte der Psyche das Erleben und Verhalten des Menschen bestimmen. In der Interaktion zwischen Klient und Therapeut werden diese psychodynamisch wirksamen Persönlichkeitsanteile aufgedeckt. Allein durch diese Bewusstwerdung kann eine Heilung eintreten.

Die klassische Psychoanalyse ist eine langwierige Behandlungsmethode und findet in kurzen Abständen statt.


Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie: Die tiefenpsychologische Psychotherapie nach C.G. Jung konzentriert sich als modifizierte Form der Psychoanalyse auf die aktuellen Probleme und beschränkt sich auf die Behandlung von akuten Krisensituationen oder Beziehungskonflikten. Die Behandlungsdauer ist sehr viel kürzer und weniger frequent.


Verhaltenstherapie: Die Verhaltenstherapie bietet als lerntheoretisch fundierte Behandlungsmethode mittels therapeutenzentrierten und selbstgesteuerten Interventionen die Möglichkeit, erlerntes oder antrainiertes Fehlverhalten oder –empfinden durch ein bewusstes Durchbrechen der Gewohnheit zu überwinden und durch passendere Formen zu ersetzten.


Gesprächspsychotherapie: Bei dem humanistischen Verfahren der Gesprächs- psychotherapie nach Carl Rogers steht das Gespräch mit dem Menschen im Vordergrund. Es wird davon ausgegangen, dass der Klient im Grunde selber die Lösung des Problems kennt und über die nötigen Selbstheilungskräfte verfügt. Der Therapeut steht dem Klienten im gleichrangigen Gespräch quasi als geistiger Geburtshelfer zur Verfügung. In erster Linie geht es dabei um die persönliche Entwicklung und innere Reifung des Ratsuchenden.


Systemische Psychotherapie: Der Systemische Psychotherapieansatz versteht den Leidenden als Symptomträger seines Familien- bzw. Beziehungssystems, da sich die einzelnen Mitglieder innerhalb der Familie oder innerhalb des Beziehungs- geflechts anderer Menschengruppen (z.B. Kollegen) permanent im wechselseitigen Kontakt gegenseitig beeinflussen. Das Interaktionsmuster gibt dabei Auskunft über die psychische Störung. Bei vielen kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen kommt diese Methode zum Einsatz. 


Hypnosetherapie: siehe unter Menüpunkt „Hypnosetherapie“


Der Schwerpunkt meiner psychotherapeutischen Arbeit 
geht einen Mittelweg zwischen der Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers und der kurzzeitigen, lösungsorientierten Psychotherapie, bei der ich immer auch auf psychodynamische  Verstrickungen achte. Dabei nehme ich phasenweise eine direktive Haltung ein, die dem Sokratischen Gespräch nach Platon ähnelt. So gelangt der Klient behutsam zum Erkennen der Zusammen - hänge und seiner Selbstermächtigungsfähigkeit. Mit Hilfe gezielter Gedankenarbeit und Selbstvertrauen wird das Potential für die eigene Lebensbewältigung entfaltet.




Finanzierung
Die Kosten für einzelne psychotherapeutische Interventionen richten sich nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH).

Da die privaten Krankenkassen Heilpraktikerbehandlungen (auch psychotherapeutische) grundsätzlich übernehmen können, die Bereitschaft zur Kostenübernahme jedoch von Kasse zu Kasse variiert und von der Behandlungsmethode abhängt, sollten Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse über die entsprechenden Konditionen informieren.
Gesetzliche Kassen übernehmen die Behandlungskosten i. d. R. nicht.

Sollten Sie in der Situation sein, die Therapie privat zu finanzieren, betrachten Sie es als Investition in Ihre Gesundheit, Ihre Zukunft, Ihre Lebensqualität und somit auch in die Verbesserung der Lebenssituation Ihrer Familie und Bekannten.  
 Außerdem werden die Diagnosen und Behandlungsinterventionen bei keiner Krankenkasse und in keinem Verzeichnis registriert. Zur Schweigepflicht über Patientendaten bin ich gesetzlich verpflichtet.
Grundsätzlich können Ausgaben für Heilpraktikerbehandlungen nach § 33 EStG als Gesundheitskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden.